Zusammenarbeitsmodell am Beispiel des ADWEKO FSDM2OneSumX Adapters

Warum ein Standard-Adapter?

Die Komplexität bei der Einführung von neuen Systemen steckt meistens in der Datenintegration. Einerseits muss der Kunde sich um die technische Schnittstellenentwicklung kümmern und  andererseits entsteht bei einer Systemintegration ein noch größerer Aufwand – der Kommunikationsaufwand, um alle Anforderungen mit den beteiligten Softwareherstellern zu spezifizieren und die nötigen Systemanpassungen auf allen Seiten in den entsprechenden Anbieter-Releases einzuplanen.

Wir haben erkannt, dass eine standardisierte Datenintegration den Kunden helfen könnte ihr Implementierungsprojekt schneller, kosteneffizienter und arbeitsökonomischer durchzuführen. Der ADWEKO FSDM2OneSumX Adapter soll eine standardisierte Systemintegration zwischen SAP Financial Services Data Management (FSDM) und Wolters Kluwer OneSumX ermöglichen. Allein durch die vorgefertigten Mappings und Transformationen der Daten kann der Kunde sein Implementierungsprojekt beschleunigen. Im Rahmen der Adapter-Entwicklung sind wir uns bewusst, dass wir uns neben der technischen Entwicklung einer deutlich größeren Herausforderung stellen, drei Unternehmen unter einen Hut zu bringen. Genau das ist der größte Mehrwert eines Standardadapters – der Kunde muss sich nicht mit allen Beteiligten abstimmen, sondern bekommt eine fertige Lösung geliefert, die nur um die Kundenspezifikationen im Kundenimplementierungsprojekt angereichert werden muss. Während der Entwicklung einer Lösung für Standardintegration haben wir festgestellt, dass es essenziell ist, die Kommunikation mit allen Beteiligten ständig zu optimieren und dafür zu sorgen, dass alle untereinander abgestimmt sind und an einem Strang ziehen. Aufgrund der guten Kontakte zu SAP und Wolters Kluwer und der erfolgreichen Zusammenarbeit mit beiden Software-Anbietern in der Vergangenheit, hat sich ADWEKO als ein gutes Bindeglied etabliert. Im Rahmen unseres Adapter-Entwicklungsprojektes haben wir manche Best-Practices in der Kommunikation etabliert, die wir gerne teilen möchten.

Zusammenarbeitsmodell der Hersteller

Vor der Corona Krise hatten wir die Möglichkeit in den SAP-Räumlichkeiten in Walldorf zu sitzen. Die Nähe zu der Entwicklungsabteilung und die direkte Kontaktmöglichkeit mit dem SAP Partnermanagement hat die Zusammenarbeit verbessert und dazu beigetragen, dass Abstimmungen einfacher und schneller vorgenommen werden können. Darüber hinaus haben wir einen gemeinsamen Fit-Gap-Prozess etabliert, um die OneSumX Anforderungen, die aktuell nicht im FSDM Standard-Datenmodell sind, zügig an die SAP zu kommunizieren. Mithilfe des Tools Slack können wir themenbasiert und strukturiert den Überblick über jede Anforderung behalten. Des Weiteren haben wir wöchentliche JFs festgelegt, um die wichtigsten Themen der Woche regelmäßig durchzusprechen. Wir haben für SAP-Kollegen die Möglichkeit eingeräumt, dass sie an unseren Sprint-Review Meetings teilnehmen, um immer einen aktuellen Einblick in die Adapter-Entwicklung zu haben. Zudem organisieren wir Demos für SAP-Entwickler, um sie mit unserem Fortschritt vertraut zu machen und unsere FSDM-Erfahrung mit ihnen zu teilen. Trotz der Corona-Krise stehen wir weiterhin im aktiven Austausch mit der SAP und „sehen“ uns regelmäßig mit der Hilfe von Microsoft Teams.

Mit Wolters Kluwer haben wir ein ähnliches Kommunikationsmodell aufgebaut, mit dem kleinen Unterschied, dass wir die komplette Kommunikation auch vor der Corona-Zeit remote getätigt haben. Eine wöchentliche Abstimmung mit den Teams von beiden Unternehmen sorgt dafür, dass beide Seiten informiert sind welche Themen aktuell bearbeitet werden und welche gemeinsamen Entwicklungen, Konzeptionen und Tests anstehen. Regelmäßige Knowhow-Transfer-Sessions stellen sicher, dass der Informationsstand des Adapter-Entwicklungsteams immer auf dem aktuellsten Stand ist.

Klares Commitment von allen Beteiligten

Natürlich ist es nicht ausreichend, dass ADWEKO sich nur operativ mit den Software-Anbietern austauscht. Ein regelmäßiger Austausch mit allen drei Unternehmen ist entscheidend für den Erfolg der Gesamtintegration. Alle Beteiligten haben ein klares Commitment signalisiert und möchten das Integrationsthema nicht nur technisch ermöglichen, sondern auch am Markt platzieren und potenzielle Kunden dafür begeistern. Das ist auch das höchste Ziel des gemeinsamen Go-To-Market Streams, der aus Sales Verantwortlichen von allen drei Firmen besteht. Die regelmäßigen Rücksprachen sorgen für das Alignment der Kundenpipelines und gemeinsamen Eventteilnahme. Um auch das Management aller drei Unternehmen auf dem neuesten Stand zu halten, findet alle sechs Wochen ein gemeinsames Steering Committee statt, wo wichtige Architekturthemen, Projektstatus-Updates und Go-To-Market Aktivitäten besprochen werden.

In der aktuellen Zeit der Unsicherheit und der digitalen Kommunikation haben sich regelmäßige und bereits etablierte Kommunikationskanäle als äußerst wichtig für jeden Projekterfolg erwiesen. Aufgrund der bereits klar definierten Kommunikationswege ist der Erfolg des Integrationsprojekts trotz der Corona-Krise sichergestellt. Mithilfe unterschiedlicher Kommunikationsmittel (Teams, Slack, Outlook, Telefon, etc.) bleiben alle Projektbeteiligten weiterhin im direkten Austausch und hoffen auf ein baldiges persönliches Wiedersehen.

Zusammenarbeitsmodell am Beispiel des ADWEKO FSDM2OneSumX Adapters
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Galina Engelhardt

Galina Engelhardt

Galina Engelhardt ist Manager bei ADWEKO und verfügt über 9 Jahre Erfahrung im Financial Services Bereich. Ihre Schwertpunkte liegen in der Business Analyse, Konzeption und Design von Schnittstellen, Anforderungsmanagement, sowie die Koordinationen und Steuerung von Teams. Aktuell ist Galina Engelhardt in ihrer Rolle als Projektleiter verantwortlich für die Entwicklung von einer standardisierten Schnittstelle zwischen SAP FSDM und Wolters Kluwer's OneSumX.

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