Projektbericht SAP PaPM

Bereits seit dem Frühjahr 2019 sammeln wir bei einer großen deutschen Bank Projekterfahrung bzgl. SAP Profitability and Performance Management (PaPM), die über die Entwicklung einiger Prototypen hinausgeht.

Der Bereich Planning & Forecast ist führend in der Einführung und Weiterentwicklung von SAP PaPM und arbeitet kontinuierlich daran, mehr und mehr Berechnungslogiken in das neue SAP Tool zu verlegen. Neben der Wartung der bereits in SAP PaPM implementierten Lösungen (vornehmlich Allokationen), arbeiten wir nun zusammen mit den internen und externen Kollegen daran neue und ambitioniertere Projekte voranzutreiben.

Projektbeginn

Der Kunde beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema SAP PaPM und kann daher einen beeindruckenden Erfahrungsschatz vorweisen. Nichtsdestotrotz wurde ich sehr freundlich aufgenommen und schnell in das Team integriert. Eine meiner ersten Aufgaben bestand natürlich darin, sich in die System-Architektur und die existierenden Entwicklungen in PaPM einzuarbeiten. Zu meiner großen Erleichterung konnte ich feststellen, dass ich bezüglich meiner Erfahrung mit PaPM den anderen Kollegen in nichts nachstand, sodass wir direkt auf Augenhöhe miteinander diskutieren konnten.

Projektinhalt

Zu den bereits implementierten Lösungen zählt zum einen eine FX-Adjustment Kalkulation und zum anderen diverse Kosten-Allokationen. Beide Themen sind fachlich nicht außerordentlich anspruchsvoll, stellen jedoch aufgrund der großen Anzahl an zu verarbeitenden Datensätzen eine Herausforderung im Hinblick auf die Performance dar. Oftmals fallen diese Performance bezogenen Probleme aufgrund der relativ geringen Datenmengen im Entwicklungssystem allerdings erst in einem der späteren Test-Systeme auf. Dies bedeutet leider auch, dass die zur Verbesserung der Performance implementierten Lösungen nicht umgehend getestet werden können, was zu Verzögerungen im Arbeitsablauf führt.

Ein neues Projekt bezieht sich auf die Vorhersage unterschiedlicher Ergebnisgrößen für verschiedene Szenarien. Als Basis für die Vorhersage dient dabei das Ergebnis einer Regressionsanalyse, welche die Abhängigkeit der Ergebnisgröße zu bestimmten Treibergrößen aufzeigt. Dazu ein einfaches Beispiel: Nehmen wir an, es ließe sich statistisch zeigen, dass mit der Anzahl an Angestellten auch der Umsatz eines Unternehmens steigt. Das heißt, wenn die Anzahl an Angestellten steigt, dann steigt auch der Umsatz des Unternehmens. Als Formel lässt sich dieser Sachverhalt dann so ausdrücken:

Umsatz = Konstante + Koeffizient*Anzahl_an_Angestellten.

Mit Hilfe eines Regressionsverfahrens (z. B. OLS) kann man die beiden Unbekannten, also die Konstante und den Koeffizienten bestimmen. Wäre der für den Koeffizienten ermittelte Wert zum Beispiel 1000, so könnte man sagen, dass mit jedem zusätzlichen Angestellten der Umsatz des Unternehmens um 1000 Geldeinheiten steigt. Dieses Resultat kann somit verwendet werden, um für verschiedene Szenarien, also für verschiedene Annahmen bezüglich der Entwicklung der Anzahl an Angestellten, den Umsatz des Unternehmens vorherzusagen. Der erste Teil, also die Bestimmung der Koeffizienten, findet zur Zeit noch nicht in SAP PaPM statt. Stattdessen arbeiten wir daran, den zweiten Teil, also die Vorhersage von Ergebnisgrößen für verschiedene Entwicklungsszenarien, in PaPM umzusetzen. Natürlich auf eine deutlich umfangreichere und komplexere Weise als in dem oben dargestellten Beispiel.

Projektausblick

Aktuell befinden wir uns hier auf einem sehr guten Weg. Die Datenintegration, die Kalkulation, und das Reporting arbeiten nahezu einwandfrei. Lediglich die Aktivierung des Kalkulationsprozesses von außerhalb des PaPM (durch verschieden Nutzer mit unterschiedlichen Parameterspezifikationen) bereitet uns noch einige Schwierigkeiten. Für die Zukunft planen wir, dass dieser Ansatz noch für andere Geschäftsbereiche nutzbar gemacht werden kann.

Da einige andere Berater mit SAP PaPM Expertise das Team inzwischen verlassen mussten, haben wir es geschafft ab Oktober diesen Jahres zwei weitere Kollegen von ADWEKO beim Kunden zu platzieren. Ziel ist es, die neuen Kollegen schnell einzuarbeiten, sodass wir noch mehr SAP PaPM bezogene Themen abdecken können, um unsere Erfahrung weiter auszubauen.

Projektbericht SAP PaPM
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Torben Starck

Torben Starck ist Consultant im Bereich SAP Financial Services. Im Vordergrund stehen die fachlichen Themen des Risikomanagements, der Aktiv-Passiv-Steuerung, des Kreditlimits und des Liquiditätsmanagements. Neben den SAP-Systemen und Modulen aus diesem Umfeld bestehen auch erste Erfahrungen mit Softwaresystemen anderer Hersteller.

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