Corona – Wie kommen die Unternehmen aus der Schockstarre?

Der Covid-19-Virus beherrscht unseren Alltag nun schon seit geraumer Zeit. Mit welcher Wucht und Intensität uns die Pandemie getroffen hat jeder Einzelne und jedes Unternehmen leidvoll erleben müssen. Die Maßnahmen der Bundesregierung waren drastisch und die Einschnitte in das alltägliche und berufliche Leben im zuvor nie erlebten Ausmaß. In dieser Zeit gab es weitreichende Erkenntnisse und Entwicklungen, die wir beobachten bzw. aktiv mitgestalten durften:

Anpassbarkeit

Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie schnell die großen Institute remote ihre Arbeitsfähigkeit wiederherstellen konnten. Ein Versicherungsunternehmen mit ca. 1.400 Arbeitsplätzen wurde von vorher 0% Home Office auf 100% umgestellt – binnen einer Woche. Diese Reaktionsschnelle war eher der Regel- als der Ausnahmefall. Wohlwissend, dass große Bank- und Versicherungsinstitute bei organisatorischen Änderungen eher als träge eingestuft werden – so ist diese Leistung besonders anerkennenswert.

Fahren auf Sicht – aber wie?

Die Fallzahlen und die Maßnahmen kamen schlagartig. Eine ähnlich schnelle Rückkehr zur Normalität ist dagegen unwahrscheinlich. In Kundengesprächen hören wir oft: „Wir fahren auf Sicht“. Vielerorts sieht man die mittelfristige Anordnung der Heimarbeit. Die Planungsphase geht von 3 Monaten bis zum Jahresende. Spricht man mit den betroffenen Mitarbeitern, so hält sich deren Begeisterung oft in Grenzen. Der soziale Kontakt mit den Kollegen und die so wichtige informelle Kommunikation sind nur zwei wesentliche Argumente, die dauerhaftes Home Office schwierig machen. Andere Häuser führen sogenannte Split-Organisation ein. Die Mitarbeiter werden in zwei Gruppen aufgeteilt und arbeiten abwechselnd im Büro und von Zuhause aus. Auch hier wird die Maßnahme argwöhnisch betrachtet, da zur Einhaltung der Mindestabstände oft die Kantine ganz geschlossen hat, die Schlangen vor den Aufzügen Wartezeiten bis zu einer Stunde auslösen und viele Angestellte Angst vor der erhöhten Ansteckungsgefahr haben.

Wie geht’s weiter?

Die Pandemie hat in der Gesellschaft und besonders in der Wirtschaft eingeschlagen wie eine Bombe. Zweifellos werden die Auswirkungen über viele Jahre zu spüren sein. Es ist allerdings zu erwarten, dass es neben vielen Betroffenen auch Profiteure aus der Krise geben wird. Die Banken haben durch die zu erwartende höhere Kreditausfallraten bestimmt einen Nachteil. Auf der anderen Seite geht die Nachfrage nach Krediten rasant nach oben. Die Automobilbanken haben durch ihre Konzernzugehörigkeit eine Sondersituation, da sie zwangsläufig auch von der Betroffenheit der Automobilsparte abhängig sind. Ähnlich differenziert sieht es bei den Versicherungen aus. Reine KfZ-Versicherer haben aktuell eine historisch niedrige Schadensquote. Bei beratungsintensiven Produkten hingegen – wie beispielsweise der Lebensversicherung – gibt es praktisch kein Neugeschäft.  In Summe ist es noch zu früh ein Resümee über die Betroffenheit zu ziehen. Es lässt sich allerdings prognostizieren, dass Themen wie Digitalisierung, Prozessoptimierung und virtuelle Zusammenarbeit sehr schnell in den Fokus rücken und noch stärker als bisher angegangen werden.

 

ADWEKO beschäftigt sich gerade intensiv mit der Analyse der Kundensituation und entwickelt passgenaue Lösungen um unseren Kunden in dieser noch nie dagewesenen Situation zu helfen. Dabei leisten wir unseren verlässlichen Beitrag in den aktuellen Aufgabenstellungen und bereiten Lösungen für die neu entstehenden Herausforderungen vor.

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Christian Kobler

Christian Kobler

Gründer & Geschäftsführer von ADWEKO

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